Die Weiden blühen im Höhengebiet

Winterruhe beim Bien

20.03.2014

Von den Bienen und vom Honig, dem Imkern und der Imkerei

 

Hiermit möchte ich Ihnen einige Informationen zu meiner Imkerei geben:

 

Die Bienenhaltung betreibe ich seit 1980. Als nicht erfüllter Jugendtraum mit Assoziationen zum Naturschutz begonnen, entwickelte sich bald eine Nebenerwerbsimkerei. In Abhängigkeit von den familiären Gegebenheiten und den Absatzmöglichkeiten werden zwischen 10 und 60 Bienenvölkern bewirtschaftet.

 

Die Völker stehen ganzjährig ohne Beaufsichtigung in ihren Kästen (Beuten) auf Außenständen zu etwa sechs Stück in Entfernungen bis 45 km vom Wohnort.

 

Im Winter wird einmal auf Wetter- oder Frevelschäden kontrolliert. Im März werden Futtervorräte überprüft. Gestört wird das Volk - der Bien, wie der Imker die Gesamtheit der einzelnen Bienen in einem Kasten nennt, - nur bei den Schwarmkontrollen und bei der Entnahme des Honigs. Mit Zuckerlösung werden nach der Honigernte im Juli/August für den Winter fehlende Futterreserven ergänzt. Geerntet wird nach einem in Deutschland einmaligem Verfahren: Honig wird nur aus einem separaten Honigraum, der der Bienenkönigin nicht zugänglich ist, entnommen. Der Honig befindet sich in sogenannten Honigboxen, die als Einheit entdeckelt und geschleudert werden. Dieses Verfahren nach "GOLZ" sichert eine hohe Qualität des Honigs, da die Boxen immer mit nicht bebrütetem Wachs versehen sind und höchstens während der Monate Mai, Juni, Juli im Volk verbleiben. Somit ist jeder Kontakt zu Futterlösungen oder anderen Stoffen ausgeschlossen.

 

Der Honig wird nach der Schleuderung gesiebt und reift dann in verschlossenen Behältern bei kontrollierter Luftfeuchtigkeit, Kühle und Dunkelheit nach. Dabei durchläuft der Honig Veränderungen (Invertierungen), die z.B. mit der Fermentierung von hochwertigem Tee grob vergleichbar sind. Der Honig gewinnt also an Aroma und Geschmack durch eigene Enzyme, die z.B. Disaccharide aufspalten- sofern die Lagerbedingungen und die sorgfältige Behandlung stimmen! Weitere Informationen unter HonigInfo.

 

Vor der Abfüllung wird der schonend dekristallisierte Honig mit einer mechanischen Rühreinrichtung vielfach bewegt, damit es nicht zu einer groben Kristallbildung kommt. Ich bemühe mich, Ihnen einen sämigen Honig anzubieten, der seine Streichqualität beibehält. Das ist bei wasserarmen Honigen, die besonders hochwertig sind, nicht immer einfach.Der Honig ist auch Ausgangsprodukt für meine angebotenen Weine und Liköre. Für den Wein verwende ich möglichst aromatischen Sommerhonig, da ein milder Honig in der Regel ein flaches Bouquet ergibt und die Farbe sehr hell ist. Auch das Auge genießt! Diesen Wein lasse ich von einem "Profi" im Lohnverfahren ansetzen. Für ein Faß werden etwa 400 kg Honig verwendet. Sortenweine kaufe ich nach Gelegenheit hinzu.

 

Kerzen fertige ich überwiegend selber. Beachten Sie bitte, daß große Kerzen nie kurzzeitig angebrannt werden, damit der Docht nicht zu weit herunterbrennt. Die Kerze sollte durch Eintunken des Dochtes in das flüssige Wachs gelöscht werden; anschließend den Docht bitte wieder strecken.

Hochstehende Ränder bei gewickelten Kerzen lassen Sie bitte stehen, da die Kerze damit ein besonders warmes Licht ausstrahlt. Nach dem Verlöschen können Sie diesen leicht einkürzen. Verwenden Sie immer einen sicheren Kerzenständer, der auslaufendes Wachs und vergessene Kerzen behütet.

 

Wenn Sie beispielsweise mit einer Schulklasse meinen Betrieb besichtigen wollen, möchte ich Sie an das Freilichtmuseum in Mechernich-Kommern verweisen, Tel.: (0 24 43) 99 80 – 0 . Dort befindet sich ein Bienenhaus, das für Demonstrationen wesentlich besser geeignet ist. Auch die sanfteste Biene kann stechen, wenn sie sich in einen Haarschopf verfliegt. In einem Bienenhaus existiert diese Gefahr nicht. Die Museumsleitung bietet gegen ein geringes Entgelt bei rechtzeitiger Anmeldung eine sachkundige Führung.

 

Informationen über meinen Wohnort Satzvey finden Sie hier.

 

Imkerei Waldukat

Lessenicher Weg 2

D-53894 Mechernich

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